Ornipedia

Das Lexikon der Vögel

Begriffe aus der Ornithologie, die mit dem Buchstaben "T" beginnen

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Trappen

Trappen (Otididae) sind eine Familie meist sehr großer Vögel. Alle 27 Arten sind ausschliesslich bodenlebend, aber flugfähig. Die afrikanische Kori-Trappe (auch Riesentrappe) und die europäische Grosstrappe gelten als die schwersten flugfähigen Vögel der Welt. In Europa leben die Grosstrappe und die Zwergtrappe.

Balzende Grosstrappe in Brandenburg

Trotz ihres hühnerartigen Äusseren haben Trappen mit Hühnervögeln nichts zu tun; nach aktueller wissenschaftlicher Verabredung werden sie in eine eigene Ordnung "Otidiformes" gestellt, mit der einzigen Familie Otididae, die aktuell wiederum in 12 Gattungen eingeteilt wird. Es gibt aber auch Wissenschaftler, die sie in der Nähe der Kranichvögel sehen, vielleicht sind sie auch mit den Turakos oder den Kuckucken näher verwandt. DNA-Untersuchungen dürften über diese Fragen in naher Zukunft zuverlässige Antworten geben.

  Trappen haben ein sehr auffälliges Balzverhalten.Die Menschen haben ein sehr ambivalentes Verhältnis zu den grossen Vögeln; in einigen Regionen werden sie nicht nur des Fleisches wegen gejagt, sondern auch als Nahrungskonkurrenten ("Ernteschädlinge") verfolgt. Die in Deutschland stark bestandsbedrohte Grosstrappe ist hier eine der "Traumarten" des Vogelschutzes.
Trogone

Familie überwiegend fruchtfressender Vögel, die in in den tropischen Gebieten Afrikas, Indiens, Südostasiens und in Mittel- und Südamerika vorkommen. Die Vogelfamilie umfasst sechs Gattungen mit insgesamt 39 Arten.
In Menschenobhut sind sie heikel und sollten - wenn überhaupt - nur von sehr erfahrenen Pflegern betreut werden. (wird fortgesetzt)

   
Turakos

Die Turakos (Musophagidae) sind eine Familie tropischer, mittelgroßer, meist sehr farbiger Vögel. Die Familie wird aktuell von vielen (aber nicht allen) Wissenschaftlern als die einzige einer Ordnung Musophagiformes angesehen (s. zu dieser Problematik ausführlicher weiter unten).

Es sind überwiegend fruchtfressende Vögel, die in in den tropischen, baumbestandenen Gebieten Afrikas vorkommen. Die meisten Arten sindin freier Wildbahn noch mit stabilen Beständen vertreten. Allerdings ist die Abholzung der Wälder Afrikas auch bei diesen recht robusten Vögeln ein zunehmendes Problem, so dass die ersten Arten unter besinderen Schutz gestellt werden mussten.

Systematische Stellung:
Einigkeit besteht bei den Wissenschaftlern darin, dass dieTurakos einzuteilen sind in
drei Unterfamilien mit insgesamt sechs Gattungen und 23 Arten. Ihre systematische Stellung ist aber noch immer umstritten:

Riesenturako im Weltvogelpark Walsrode

Zahlreiche Wissenschaftler folgen auch heute noch der "alten" Einteilung, nach der die Turakos zusammen mit den Kuckucken in eine Ordnung "Kuckucke" gestellt werden, die wiederum zwei Unterordnungen hat, nämlich Turakoartige und Kuckucksartige.
Andere Wissenschaftler rücken sie (u.a. mit dem Hinweis auf de unterschiedliche Zahl der Halswirbel bei den Kuckucken und den Turakos und den Bau des Fusses) weiter weg von den Kuckucken und haben dazu die beiden Unterordnungen (Kuckucksartige und Turakoartige) zu jeweils eigenen Ordnungen erhoben - letztlich aber nur ein taxonomischer Kunstgriff, der eine nahe Verwandtschaft beider Ordnungen (oder eben nur Unterordnungen) ja nicht ausschliesst.

Haltung in Menschenobhut:
Bei entsprechender Pflege durch erfahrene Vogelhalter erweisen sich Turakos als sehr angenehme und liebenswerte Vögel, die auch relativ problemlos zur Brut schreiten und die Jungen gut aufziehen. Eine artgerechte Haltung - die sicherlich Voraussetzung für gesunde Vögel ist - erfolgt in möglichst grossen, gut bewachsenen Volieren. Als Nahrung werden Früchte aller Art gegeben, die von den Tieren unzerkleinert abgeschluckt werden. Grösseres Obst muss deshalb in etwas kirschgrosse Stücke zerschnitten werden. Während der Jungenauszucht werden in geringem Masse auch Insekten gereicht (notfalls frisch gehäutete Mehlwürmer).

   

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